Stimmungsvolles Silvester-und Neujahrskonzert

11.01.2018: Zum Jahreswechsel lud das Jungendsinfonieorchester Dornbirn zum traditionellen Silvester- und Neujahrskonzert...

Stimmungsvolles Silvester- und Neujahrskonzert

Das Jungendsinfonieorchester Dornbirn begeisterte beim alljährlichen Silvester- und Neujahrskonzert das Publikum im Kulturhaus. Unter der Leitung von Direktor Ivo Warenitsch wurde ein besonderes Programm präsentiert, das mit Werken US-amerikanischer Meister und jungen Solisten zum Jahreswechsel aufhorchen ließ.

Mit einem „American Salute“ von Morton Gould begrüßten die 80 Jungsinfoniker die zahlreichen Besucherinnen und Besucher und eröffneten den ersten Teil des Konzerts mit Werken US-amerikanischer Komponisten. Erfrischend führte Orchestermitglied Laura Purin durch das Programm. Sie verpackte Hintergrundinformationen mit witzigen Anekdoten in ihre Moderation und zauberte immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippen der Zuhörenden. So kündigte sie das nächste Werk des mehrfach Oscar-nominierten Filmmusik-Komponisten John Williams an, der die Musik für „7 Jahre in Tibet“ schrieb. Ein wunderbares Meisterwerk für Orchester und Cello. Mit Solistin Hannah Amann wurde es zu einem Höhepunkt des ersten Teils des Abends. Die 16-Jährige Cellistin berührte mit viel Feingefühl in den ruhigen Passagen tibetisch angehauchter Musik und überzeugte mit herausragender Musikalität und Präsenz auf dem Podium. Ein besonderer Genuss für die gebannten Zuhörenden im Saal.

I want to be in America
Zum 100. Geburtstag von Leonard Bernstein wählte Dirigent Ivo Warenitsch die Sinfonischen Tänze aus der „West Side Story“, die abwechslungsreicher und lebendiger nicht sein könnten. Sie vereinen bedeutende Themen des Musicals zu einem Gesamtwerk: jazzig, wild, rhythmisch und melancholisch. Bekannte Motive riefen innere Bilder der Gangs hervor, man sah sie tanzen, flüchten, sich umarmen ... West Side Story pur. Das Orchester hielt der großen Herausforderung stand, meisterte rhythmisch verzwickte Teile und das intime „Somewhere“. Ein grandioses Werk Bernsteins in bemerkenswerter Umsetzung der jungen Musikerinnen und Musiker. Mit einem lässigen Arrangement Carmen Dragons von „Oh! Susanna“ wurde das Publikum zum prickelnden Sekt in die Pause entlassen.

Wiener Blut & Tiroler Berge
Franz von Suppés Overtüre der Operette „Banditenstreiche“ eröffnete den zweiten Teil des Abends. Mit viel Schmiss und sprühenden Melodien ging die Reise zurück nach Österreich. Das Dornbirner Orchester wagte sich mit dem Neujahrsklassiker „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss gekonnt aufs Wiener Parkett. Mit sechs kurzen Tänzen erfreute sich die „Lieder Quadrille“ von Strauss schon zu ihrer Entstehungszeit als beliebte Mitternachtseinlage bei Veranstaltungen in der Kaiserstadt. Auch das Konzertpublikum im Kulturhaus zeigte sich begeistert vom beschwingten Stück.

Ein besonderes Schmankerl österreichischer Volksmusik stand mit dem Polka „Start – Ziel – Sieg!“ auf dem Programm. Komponist und Moderator Franz Posch widmete einst dieses Stück der Skilegende Karl Schranz. Im Arrangement von Murat Üstün für Diatonische Harmonika und Orchester beeindruckte Lukas Laimer als Solist. Mit hoher technischer Brillanz spielte der erst 11-Jährige mit vergnügter Leichtigkeit in Lederhose und Wälder Hölzlern. Ein originell gutes Zusammenspiel für Auge und Ohr.

Neujahrsstimmung
Karl Komzaks fetziger „Sturm Galopp“ kündigte mit einem grandiosen Glitzerschuss von Luftschlangen und Konfetti den Jahreswechsel an. Auf dem Podium ertönte ein lautes „A Guats Neus!“ aller Jungsinfoniker. Als Zugaben begeisterte das „Stars and Stripes forever“ von John Philip Sousa und der legendäre „Radetzkymarsch“ das Publikum, das klatschend und beschwingt ins Neue Jahr verabschiedet wurde.

Fotos zum Silvester- und Neujahrskonzert auf www.musikschule.dornbirn.at www.facebook.com/musikschuledornbirn  

Fotoeindrücke gibt es hier

Pressestimmen