Neujahrskonzert 2019

08.01.2019: Jugendsinfonieorchester kam beschwingt ins neue Jahr....

Beeindruckendes Silvester- und Neujahrskonzert

Das Jungendsinfonieorchester Dornbirn begeisterte beim traditionellen Silvester- und Neujahrskonzert das Publikum im Kulturhaus. Unter der Leitung von Direktor Ivo Warenitsch wurde ein stimmungsvolles Programm präsentiert, das ganz im Zeichen Italiens stand.

Klangabenteuer im Bella Italia

Mit zarten Tönen aus Giacomo Puccinis Preludio Sinfonico eröffneten die rund 90 Jungsinfoniker das Programm und präsentierten sich sogleich mit bestechender Präzision und wohligem Gleichklang im frühen Werk des bekannten Komponisten. Laura Purin, die heuer ihre Dernière als Moderatorin beging, kündigte in ihrer erfrischenden Art Komponisten an, erzählte von deren Werdegang und verriet so manche Orchesteranekdote. So wurde das selten gespielte Konzert Gioacchino Rossinis’ für Fagott und Orchester durch ihre Ankündigung mit Spannung erwartet: mit dem belgischen Fagottisten Simon Van Holen wurde ein renommierter Musiker als Solist geladen. Mit unglaublicher Virtuosität und tiefgründigem Klang brillierte der Solo-Kontrafagottist des Royal Concertgebouw Amsterdam und wurde vom Jugendsinfonieorchester mit bestem Fingerspitzengefühl untermalt.

Benjamin Britten hatte für seine Soirées Musicales Motive Rossinis als Grundlage verwendet. Das Orchester meisterte die unterschiedlichen Stile von Marsch, Ländler und kniffliger Tarantella bravourös. Mit dem I Pini della Via Appia von Ottorino Respighi glänzten vor allem die Blechbläser im anfänglichen bildhaften Morgennebel des Stückes. Der fulminante Spannungsbogen bis zum ersten Sonnenstrahl wurde vom Publikum mit viel Applaus belohnt.

Heimische Meister mit italienischem Flair

Im zweiten Teil des Konzerts wurden Werke österreichischer Komponisten gewählt, die Italien zum Thema ihrer Stücke machten. Eine spritzige Ouvertüre aus Eine Nacht in Venedig von Johann Strauss eröffnete das Konzert nach der Pause. Es wechselte auch die Moderation: Oliver Bucher und Cassandra Matiz feierten gleich doppelt Premiere bei ihrem ersten Traditionskonzert und führten durch das weitere Programm. So kündigten sie die nächste Solistin Laura Moosbrugger an. Die Dornbirnerin gehört zu jenen Talenten, die ihren Querflötenunterricht an der Musikschule Dornbirn und am Musikgymnasium Feldkirch erhielt und seit Herbst in Wien an der Musikuniversität studiert. Pfiffig, charmant und überaus virtuos begeisterte sie als Solistin auf der Piccolo in Johann Wilhelm Ganglbergers Konzertpolka Tirili.

Mit Werken von Johann und Josef Strauss blieb man in Bella Italia. Der bekannte Walzer Rosen aus dem Süden lud wahrlich zum Tanze ein und mit der Polka Auf Ferienreisen wurde von der Konzerttour des Jugendsinfonierorchesters im Sommer nach Florenz berichtet. Nach Franz von Suppés’ Boccaccio Marsch ließen die Jungtalente das neue Jahr mit einem gesanglichen Prosit aufs Neujahr! hochleben – ein Glitzerschuss von Luftschlangen folgte. Als Zugaben begeisterten das Funiculi Funicula und der legendäre Radetzkymarsch das Publikum, das beschwingt und beeindruckt ins Neue Jahr 2019 verabschiedet wurde.

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